Freitag, 16. Januar 2026

Schaschlik wie an der Pommesbude

 Schaschlik wie an der Pommesbude

Schweinenacken etwa zwei Kilo für acht kräftige Spieße. Dazu drei große Gemüsezwiebeln, etwas Olivenöl und natürlich Holzspieße.

Und jetzt kommt der Punkt, an dem du kreativ werden kannst. Wenn du willst, kannst du zusätzlich Paprika, Rippenspeck oder sogar frische Champignons mit auf die Spieße stecken. Wichtig ist nur, dass du die Reihenfolge beachtest: Fleisch, Zwiebel, Paprika, wieder Fleisch. So zieht das Aroma durch, und jeder Bissen schmeckt ein bisschen anders.


In einer großen Schüssel verrührst du 3 Esslöffel Paprika edelsüß, 1 Esslöffel Paprika rosenscharf, 3 Esslöffel braunen Zucker, 1 Esslöffel Salz, einen halben Esslöffel frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer und 3 Esslöffel Olivenöl. Das riecht schon nach Urlaub und Jahrmarkt. Wenn du willst, kannst du noch eine kleine Prise Kreuzkümmel oder Curry dazugeben – das gibt dem Ganzen eine leichte Tiefe.

Dann kommt das Fleisch hinein. Schön durchmischen, bis jedes Stück glänzt. Und jetzt: Zeit. Mindestens zwölf Stunden sollte das Fleisch im Kühlschrank ruhen. Am besten über Nacht. Ich lege es immer in eine flache Schale, decke es mit Folie ab und stelle es ganz unten in den Kühlschrank. Und jedes Mal, wenn ich am Kühlschrank vorbeigehe, rühre ich kurz um – einfach, weil der Duft so wunderbar ist.

Am nächsten Tag kann’s losgehen. Die Spieße steckst du nach Lust und Laune zusammen. Wenn du Holzspieße nimmst, leg sie vorher 30 Minuten in Wasser, sonst brennen sie dir an. Ich hab auch schon Metallspieße benutzt, die sind natürlich langlebiger, aber irgendwie fehlt da das „Budengefühl“. Holz riecht einfach besser, wenn’s leicht ankokelt.

Jetzt geht’s an die Soße. Und hier kommt der Teil, den man in Deutschland nicht diskutieren darf: es gibt fertige Schaschlik Sauce. Ich nehme 300 Milliliter davon, manchmal mische ich noch einen Löffel Tomatenmark und etwas Wasser dazu, damit es beim Köcheln nicht zu dick wird.

Dann erhitze ich etwas Öl in einem großen Topf oder Bräter, brate die Fleischspieße rundherum scharf an, bis sie leicht braun sind. Das dauert nur ein paar Minuten, und die Küche riecht sofort nach Sommerfest. Danach nehme ich die Spieße kurz raus, gebe die restlichen Zwiebeln hinein, schwitze sie an, lösche mit der Schaschlik-Sauce ab und lege die Spieße wieder hinein. Deckel drauf, Temperatur runter, und dann dürfen sie schmoren – je nach Fleischqualität etwa 45 Minuten bis eine Stunde. Zwischendurch mal wenden, und wenn du sie probierst, merkst du, wie die Sauce langsam ins Fleisch zieht.

Das Schöne ist: Du kannst das Gericht perfekt vorbereiten. Wenn du Gäste erwartest, mach die Spieße am Vorabend fertig, leg sie ein und kümmere dich am nächsten Tag nur noch ums Schmoren. Oder du bereitest alles in der Küche vor und stellst die Spieße dann in den Ofen. Ja, das funktioniert! 180°C, etwa 45 Minuten, und du bekommst fast das gleiche Ergebnis – besonders, wenn du ein Gitter nimmst und die Soße darunter in einer Schale auffängst. Dann bleibt das Fleisch außen leicht kross und innen saftig.

Wer’s moderner mag: Auch der Airfryer schafft das. Ich hab’s tatsächlich probiert. Die Spieße passen natürlich nur rein, wenn du sie vorher etwas kürzt, aber bei 180°C etwa 20 Minuten bekommst du ein wunderbares Ergebnis. Dazu etwas Sauce in einem kleinen Topf erwärmen, und du hast Pommesbuden-Gefühl in der Küche.

Wenn du die Sauce übrigens etwas „erwachsener“ magst, kannst du noch einen Schuss Worcestersauce oder einen Teelöffel Senf dazugeben. Oder – und das ist mein Geheimtipp – einen kleinen Löffel Honig. Der karamellisiert beim Schmoren und gibt dem Ganzen eine leicht süßliche Note, die perfekt zu den Zwiebeln passt.


Zutaten (für ca. 8 Stück):

– 2 kg Schweinenacken

– 3 Gemüsezwiebeln

– etwas Olivenöl

– Holzspieße

– nach Belieben: Paprika, Rippenspeck, Champignons


Für die Würzmischung:

– 3 EL Paprika edelsüß

– 1 EL Paprika rosenscharf

– 3 EL brauner Zucker

– 1 EL Salz

– ½ EL schwarzer Pfeffer, gemahlen

– 3 EL Olivenöl


Für die Sauce:

– 300 ml Schaschlik Sauce

– (optional) 1 EL Tomatenmark, 1 TL Honig


Keine Kommentare: